Certum atque Confessum: Lorenzo Valla on the Forensics of Certainty

Im Zentrum von Vallas Umgestaltung der Dialektik als rhetorischer Methode steht ein neues Verständnis von certum, das aus Quintilians Institutio oratoria stammt. Diesem Verständnis zufolge ist Gewissheit in dem begründet, was allgemein akzeptiert wird, nicht in dem, was wahr ist. Damit trennt Valla...

Ausführliche Beschreibung

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Bibliographische Detailangaben
Veröffentlicht in:Rhetorica 2018-07, Vol.36 (3), p.244-268
1. Verfasser: McNamara, Charles
Format: Artikel
Sprache:eng
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Beschreibung
Zusammenfassung:Im Zentrum von Vallas Umgestaltung der Dialektik als rhetorischer Methode steht ein neues Verständnis von certum, das aus Quintilians Institutio oratoria stammt. Diesem Verständnis zufolge ist Gewissheit in dem begründet, was allgemein akzeptiert wird, nicht in dem, was wahr ist. Damit trennt Valla certum und verum. In den Dialecticae disputationes stellt er Dialektik nicht als eine logische oder philosophische Methode zum Beweis von Wahrheiten dar, sondern als Praxis Geständnisse herbeizuführen und als juristische Produktion konsensueller Gewissheiten. Auch in anderen Werken, etwa den Elegantiae und seinem Kommentar zu Quintilians Institutio, verbindet er durchweg certum mit Konsens, insbesondere Konsens im Sinne der rhetorischen Strategie der status-Theorie.
ISSN:0734-8584
1533-8541
1533-8541
DOI:10.1353/rht.2018.0009