Informiertheit und Brustkrebsvorsorgeverhalten der weiblichen Bevölkerung in Berlin und Hildesheim - Ergebnisse einer Querschnittsuntersuchung von 2110 Frauen
Fragestellung Brustkrebsfrüherkennung setzt die Informiertheit der Bevölkerung über die Erkrankung und diagnostische Möglichkeiten sowie die Akzeptanz derselben voraus. Material und Methodik Zur Erfassung der generellen Informiertheit und des Brustkrebsvorsorgeverhaltens wurde ein 47 Items enthalten...
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Veröffentlicht in: | Geburtshilfe und Frauenheilkunde 2000, Vol.60 (12), p.620-624 |
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Hauptverfasser: | , , , , |
Format: | Artikel |
Sprache: | ger |
Schlagworte: | |
Online-Zugang: | Volltext |
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container_title | Geburtshilfe und Frauenheilkunde |
container_volume | 60 |
creator | Paepke, St Schubert, R. Hüttner, Ch Blohmer, J. U. Lichtenegger, W. |
description | Fragestellung
Brustkrebsfrüherkennung setzt die Informiertheit der Bevölkerung über die Erkrankung und diagnostische Möglichkeiten sowie die Akzeptanz derselben voraus.
Material und Methodik
Zur Erfassung der generellen Informiertheit und des Brustkrebsvorsorgeverhaltens wurde ein 47 Items enthaltender Fragebogen entwickelt und 2600 Exemplare in gynäkologischen Praxen in Berlin und Hildesheim ausgelegt. Die Rücklaufquote betrug 81,1 % (n = 2100).
Ergebnisse
Lediglich 39,9 % der befragten Frauen schätzen sich zum Befragungszeitpunkt als ausreichend informiert ein. Die Abhängigkeit der Informiertheit von den Faktoren Alter, Wohnort, Familienstand, Parität und Bildung wird aufgezeigt. 47,6 % der Frauen nennen ihren Frauenarzt als wichtigste Informationsquelle. Mehrheitlich falsch eingeschätzt werden das allgemeine Erkrankungsrisiko und die Wertigkeit von Brustkrebsrisikofaktoren. 94,3 % sehen in der Früherkennung die Möglichkeit, Brustkrebs in einer heilbaren Situation zu diagnostizieren; deutlich mehr, als in früheren Untersuchungen beschrieben. Bei 50,9 % der Frauen wurde bereits eine Mammographie durchgeführt, davon bei ca. 30 % als regelmäßige Kontrolluntersuchung. 75,2 % tasten ihre Brüste selbst ab.
Schlussfolgerung
Weiterhin notwendig ist die gezielte Aufklärung der Bevölkerung und die Erfassung regionaler Unterschiede, um ein deutschlandweit einheitliches Vorsorgeniveau zu erreichen. |
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Brustkrebsfrüherkennung setzt die Informiertheit der Bevölkerung über die Erkrankung und diagnostische Möglichkeiten sowie die Akzeptanz derselben voraus.
Material und Methodik
Zur Erfassung der generellen Informiertheit und des Brustkrebsvorsorgeverhaltens wurde ein 47 Items enthaltender Fragebogen entwickelt und 2600 Exemplare in gynäkologischen Praxen in Berlin und Hildesheim ausgelegt. Die Rücklaufquote betrug 81,1 % (n = 2100).
Ergebnisse
Lediglich 39,9 % der befragten Frauen schätzen sich zum Befragungszeitpunkt als ausreichend informiert ein. Die Abhängigkeit der Informiertheit von den Faktoren Alter, Wohnort, Familienstand, Parität und Bildung wird aufgezeigt. 47,6 % der Frauen nennen ihren Frauenarzt als wichtigste Informationsquelle. Mehrheitlich falsch eingeschätzt werden das allgemeine Erkrankungsrisiko und die Wertigkeit von Brustkrebsrisikofaktoren. 94,3 % sehen in der Früherkennung die Möglichkeit, Brustkrebs in einer heilbaren Situation zu diagnostizieren; deutlich mehr, als in früheren Untersuchungen beschrieben. Bei 50,9 % der Frauen wurde bereits eine Mammographie durchgeführt, davon bei ca. 30 % als regelmäßige Kontrolluntersuchung. 75,2 % tasten ihre Brüste selbst ab.
Schlussfolgerung
Weiterhin notwendig ist die gezielte Aufklärung der Bevölkerung und die Erfassung regionaler Unterschiede, um ein deutschlandweit einheitliches Vorsorgeniveau zu erreichen.</description><identifier>ISSN: 0016-5751</identifier><identifier>EISSN: 1438-8804</identifier><identifier>DOI: 10.1055/s-2000-9551</identifier><identifier>CODEN: GEFRA2</identifier><language>ger</language><publisher>Stuttgart: Thieme</publisher><subject>Originalarbeit</subject><ispartof>Geburtshilfe und Frauenheilkunde, 2000, Vol.60 (12), p.620-624</ispartof><rights>Georg Thieme Verlag Stuttgart · New York</rights><rights>2001 INIST-CNRS</rights><lds50>peer_reviewed</lds50><woscitedreferencessubscribed>false</woscitedreferencessubscribed></display><links><openurl>$$Topenurl_article</openurl><openurlfulltext>$$Topenurlfull_article</openurlfulltext><thumbnail>$$Tsyndetics_thumb_exl</thumbnail><linktopdf>$$Uhttps://www.thieme-connect.de/products/ejournals/pdf/10.1055/s-2000-9551.pdf$$EPDF$$P50$$Gthieme$$H</linktopdf><linktohtml>$$Uhttps://www.thieme-connect.de/products/ejournals/html/10.1055/s-2000-9551$$EHTML$$P50$$Gthieme$$H</linktohtml><link.rule.ids>314,776,780,3005,4010,27900,27901,27902,54534,54535</link.rule.ids><backlink>$$Uhttp://pascal-francis.inist.fr/vibad/index.php?action=getRecordDetail&idt=853326$$DView record in Pascal Francis$$Hfree_for_read</backlink></links><search><creatorcontrib>Paepke, St</creatorcontrib><creatorcontrib>Schubert, R.</creatorcontrib><creatorcontrib>Hüttner, Ch</creatorcontrib><creatorcontrib>Blohmer, J. U.</creatorcontrib><creatorcontrib>Lichtenegger, W.</creatorcontrib><title>Informiertheit und Brustkrebsvorsorgeverhalten der weiblichen Bevölkerung in Berlin und Hildesheim - Ergebnisse einer Querschnittsuntersuchung von 2110 Frauen</title><title>Geburtshilfe und Frauenheilkunde</title><addtitle>Geburtshilfe Frauenheilkd</addtitle><description>Fragestellung
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Ergebnisse
Lediglich 39,9 % der befragten Frauen schätzen sich zum Befragungszeitpunkt als ausreichend informiert ein. Die Abhängigkeit der Informiertheit von den Faktoren Alter, Wohnort, Familienstand, Parität und Bildung wird aufgezeigt. 47,6 % der Frauen nennen ihren Frauenarzt als wichtigste Informationsquelle. Mehrheitlich falsch eingeschätzt werden das allgemeine Erkrankungsrisiko und die Wertigkeit von Brustkrebsrisikofaktoren. 94,3 % sehen in der Früherkennung die Möglichkeit, Brustkrebs in einer heilbaren Situation zu diagnostizieren; deutlich mehr, als in früheren Untersuchungen beschrieben. Bei 50,9 % der Frauen wurde bereits eine Mammographie durchgeführt, davon bei ca. 30 % als regelmäßige Kontrolluntersuchung. 75,2 % tasten ihre Brüste selbst ab.
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Zur Erfassung der generellen Informiertheit und des Brustkrebsvorsorgeverhaltens wurde ein 47 Items enthaltender Fragebogen entwickelt und 2600 Exemplare in gynäkologischen Praxen in Berlin und Hildesheim ausgelegt. Die Rücklaufquote betrug 81,1 % (n = 2100).
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Lediglich 39,9 % der befragten Frauen schätzen sich zum Befragungszeitpunkt als ausreichend informiert ein. Die Abhängigkeit der Informiertheit von den Faktoren Alter, Wohnort, Familienstand, Parität und Bildung wird aufgezeigt. 47,6 % der Frauen nennen ihren Frauenarzt als wichtigste Informationsquelle. Mehrheitlich falsch eingeschätzt werden das allgemeine Erkrankungsrisiko und die Wertigkeit von Brustkrebsrisikofaktoren. 94,3 % sehen in der Früherkennung die Möglichkeit, Brustkrebs in einer heilbaren Situation zu diagnostizieren; deutlich mehr, als in früheren Untersuchungen beschrieben. Bei 50,9 % der Frauen wurde bereits eine Mammographie durchgeführt, davon bei ca. 30 % als regelmäßige Kontrolluntersuchung. 75,2 % tasten ihre Brüste selbst ab.
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ispartof | Geburtshilfe und Frauenheilkunde, 2000, Vol.60 (12), p.620-624 |
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